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Acer S7 im Test: Na bitte, geht doch!

Acer_Aspire_S7

Das Acer Aspire S7 mit Touchscreen und Windows 8 ist in den beiden Größen 11,6 und 13,3 Zoll erhältlich. Von jeder Größe gibt es je ein Modell mit Intel Core i7 und einer SSD mit 256 Gigabyte sowie eine günstigere Variante mit dem langsameren Core i5 und halb so großer SSD. Insgesamt sind also vier Modelle bei den Händlern gelistet. Die auffälligsten Besonderheiten des S7 sind die mit nur 11,9 mm Dicke extrem flache Bauweise sowie das geringe Gewicht von 1,3 kg. Wir haben das Acer Aspire S7-391-53314G12aws (Link: Datenblatt) eingehend unter die Lupe genommen. Wie das nicht eben günstige Edel-Ultrabook sich in der Praxis schlägt, steht im folgenden Testbericht. Foto: Acer

Unboxing und Lieferumfang

Beim Unboxing haben wir einige Fotos gemacht, die sich in der folgenden Galerie wiederfinden.

Für Galerieansicht bitte auf das Bild klicken.
Acer_Aspire_S7_Unboxing_Galerieuebersicht

Der Lieferumfang kann sich wirklich sehen lassen:

  • Acer Aspire S7 391-53314G12aws
  • Netzteil
  • Notebooktasche im Briefdesign aus Kunstleder
  • Adapter USB auf RJ45 (LAN)
  • Adapter micro HDMI auf VGA (D-Sub)
  • Bluetooth-Maus
  • Anleitung, Garantieunterlagen etc.

Vorinstalliert ist die 64-Bit-Version von Windows 8 Pro. Hinzu kommen einige Modern-UI-Apps von Microsoft, Acer und Google sowie System- und Sicherheitstools wie McAfee Internet Security.

Hier der Link zur Modellübersicht: Acer Aspire S7: Alle Modelle im Überblick

Gehäuse, Deckel und Scharniere

Die Oberflächen des Acer S7 (Shoplink) bestehen im Wesentlichen aus robustem Gorilla Glas und Aluminium. Bei den 13,3-Zoll-Varianten wie unserem Testgerät ist die mattweiße, elegant geschwungene Unterseite mit dem restlichen Gehäuse verschraubt. Hinten weist der Boden ein längliches Lüftungsgitter auf, rechts und links vorne sind die nach unten abstrahlenden Stereolautsprecher angebracht.

Handballenablage, Tastatureinfassung und das große Touchpad sind in mattem, silbrig schimmerndem Aluminium gehalten, das erfreulicherweise weitgehend immun gegen Fingerabdrücke ist. Dieses Material findet sich an der schmalen Hinterseite mit weiteren Lüftungsschlitzen, im Bereich der Scharniere mit den beiden Status-LEDs sowie beim schmalen Rahmen um den Deckel wieder, der dadurch erheblich an Verwindungssteife gewinnt. Die Displayeinfassung sowie die gegenüber liegende Oberseite des Deckels sind in glänzendem Weiß ausgeführt – hier sammeln sich durchaus Fingerabdrücke, die jedoch aufgrund der hellen Farbe kaum auffallen. Hinten prangt ein im Betrieb beleuchtetes Acer-Logo.

Acer_S7_Gehaeuse

In geschlossenem Zustand und senkrecht von oben betrachtet steht die Aluminiumoberfläche rund um Tastatur und Touchpad, die an den seitlichen Rändern leicht nach oben gezogen ist, etwas über und nimmt den Deckel komplett in sich auf. Diese Konstruktion sieht schick aus und verleiht Stabilität, macht das Öffnen des Deckels aber etwas fummelig. Hat man den Trick erst einmal raus, ist das aber kein Problem mehr. Die Scharniere wirken sehr robust und sind angemessen schwergängig. Um das Ultrabook vollständig zu öffnen, muss man mit der zweiten Hand am unteren Teil gegenhalten. Das nimmt man aber gerne in Kauf, denn so ist sichergestellt, dass das Display bei der Touchbedienung nicht zurückweicht und auch kaum nachschwingt. Öffnen lässt sich der Deckel ein ganzen Stück über 180 Grad hinaus.

Die ganze Konstruktion wirkt präzise verarbeitet, robust und hochwertig. Im Rahmen unseres Tests ist uns am Gehäuse nicht ein einziges Detail aufgefallen, das zum Meckern eingeladen hätte. Auch die Spaltmaße sind bei unserem Exemplar nahezu perfekt. Hier hat Acer ganze Arbeit geleistet. Das Gehäuse rechtfertigt den hohen Preis voll und ganz und hat nichts mehr mit den Plastikbombern gemein, die man sonst so oft von Acer sieht.

Geräuschkulisse und Wärmemanagement

Im Normalbetrieb, also etwa beim Surfen im Internet, Office-Tätigkeiten oder dem Anschauen eines Full-HD-Videos, ist der Lüfter selten überhaupt hörbar. Unter voller Last, die in der Praxis kaum auftritt, dreht der Lüfter dann zwar gehörig auf und meldet sich mit einem deutlichen Rauschen, als unangenehm haben wir das Geräusch aber zu keinem Zeitpunkt empfunden. Allerdings nehmen Menschen Lüftergeräusche subjektiv höchst unterschiedlich wahr, letztendlich hilf hier nur ein eigener Test. Auch bei längerem Volllastbetrieb wird das Gehäuse des Acer Aspire S7 an keiner Stelle so heiß, dass eine Berührung unangenehm wäre.  

Das Display

Immer wieder tauchen durchaus vielversprechende Ultrabooks am Markt auf, die dann aber in einem entscheidenden Punkt enttäuschen – dem Bildschirm. Gerne werden aus Kostengründen flaue, relativ kontrastarme und wenig blickwinkelstabile Displays auf der Basis von TN-Panels mit der spätestens ab 14 Zoll zu geringen Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln (WXGA) verbaut. Das gilt auch und gerade für die Budget-Ultrabooks von Acer wie dem klapprigen Aspire S3. Mit dem S7 will Acer aber nun offenbar seinem Image als Billigheimer entgegen treten und geht dabei gleich in die Vollen: Das S7 hat eines der besten Notebook-Displays, das wir bisher zu Gesicht bekommen haben. Verantwortlich für die Begeisterung zeichnet ein IPS-Panel mit der Full-HD-Auflösung 1.920 x 1.080, das mit hervorragender Blickwinkelstabilität, einem satten Schwarz, leuchtenden Farben und hohem Kontrast daherkommt. Nicht ganz perfekt ist hingegen die Ausleuchtung, was aber nur bei sehr dunklen und komplett einfarbigen Bildinhalten auffällt, die in der Praxis kaum eine Rolle spielen. Aus ergonomischer Sicht sind natürlich matte Bildschirmoberflächen vorzuziehen, nur lässt sich das bei einem Touchscreen kaum umsetzen, der ja auch gelegentlich geputzt werden will. In geschlossenen Räumen lässt sich bei 50 % Bildschirmhelligkeit prima arbeiten. Für die Benutzung im Freien sollte man den Bildschirm heller einstellen, verfügt aber über genug Reserven, um trotz der unvermeidlichen Spiegelungen noch alles gut erkennen zu können.

Acer_S7_Display

Tastatur, Touchpad und Touchscreen

Trotz ihres Ultrabook-typischen, geringen Tastenhubs gehört die Chiclet-Tastatur des S7 zu den besseren ihrer Klasse. Dazu tragen ein deutlich spürbarer und angenehmer Druckpunkt sowie Tasten in Normalgröße mit ausreichendem Abstand zueinander bei. Die Tasten sind völlig flach, was zwar toll aussieht, aber nicht optimal ergonomisch ist. Die Alt-Taste wurde leider eingespart und kann durch gleichzeitiges Drücken der Tasten Alt Gr + Strg ersetzt werden – das ist sehr gewöhnungsbedürftig. Auch andere Tasten wie Drucken und Einfügen sind nicht gesondert vorhanden, sondern nur noch als Mehrfachbelegung über gleichzeitiges Drücken der Fn-Taste erreichbar. Ebenfalls nicht optimal ist die Tastaturbeleuchtung ausgefallen, die sich in nur drei Stufen (aus – mittel – hell) regeln lässt und nicht immer erfolgreich versucht, sich automatisch der Umgebungshelligkeit anzupassen. Der Kontrast der Zeichen auf den Tasten ist auch bei schwachem Licht oft besser, wenn man die Beleuchtung komplett ausschaltet. Außerdem wirkt die schwachtürkise Ausleuchtung der Tasten etwas inhomogen.

Acer S7 Test Galerie

Am angenehm großen Touchpad ist nichts auszusetzen. Die Erkennung funktioniert ohne Aussetzer und Ruckler, Gesten werden sicher und verzögerungsfrei umgesetzt. Die leicht raue Oberfläche bietet eine angenehme Haptik. Das Clickpad besitzt keine separaten Tasten, sondern lässt sich unten rechts und links als Ganzes herunterdrücken, um die Maustasten zu simulieren. Der Druckwiderstand des Clickpads ist dabei für unser Empfinden genau richtig eingestellt. 

Der Touchscreen reagiert präzise auf Eingaben, lässt aber ab und zu etwas an Empfindlichkeit zu wünschen übrig. So ist es bei unserem Test selten aber regelmäßig vorgekommen, dass auf Berührungen keine Reaktion erfolgte.   

Leistung, Startzeiten und Akkulaufzeit

Der verbaute Dualcore Intel Core i5-3317U hat einen Basistakt von 2 x 1,7 GHz, der bei Bedarf automatisch auf bis zu 2,6 GHz angehoben wird. Diese CPU ist zurzeit der mit Abstand verbreitetste Ultrabook Prozessor mit 17 Watt TDP. Zusammen mit vier Gigabyte RAM und vor allem der 128 Gigabyte fassenden SSD sorgt die CPU jederzeit für eine absolut flüssige Bedienung und rasante Programmstarts. Im Benchmarkprogramm PC Mark 2007 erreicht unser S7 Werte von 4.309 Punkten im standardmäßig eingestellten Energiesparplan „Ausbalanciert“ und von 4.381 Punkten im Energiesparplan „Höchstleistung“. Trotz vergleichbarer Hardware setzt sich das Acer Aspire S7 damit recht deutlich vom Fujitsu U772 ab, das in mehreren Durchläufen immer unter 3.800 Punkten geblieben ist. Dafür dürfte nicht zuletzt die echte SSD des S7 verantwortlich sein, der beim U772 nur eine herkömmlliche, mit SSD-Cache kombinierte Festplatte gegenübersteht.

Mangels dediziertem Grafikchip steht für Bildberechnungen nur der in die CPU integrierte Grafikkern Intel HD 4000 zur Verfügung, der mit allen alltäglichen Aufgaben sehr gut zurecht kommt, sich für grafisch aufwändige, aktuelle Spiele aber nicht eignet. Auf Grafikbenchmarks verzichten wir bewusst, da Spieler nicht zur Zielgruppe dieses Ultrabooks gehören. Beschränkt man sich auf Titel wie Diablo III oder grafisch vergleichbare Spiele, kommen aber aber auch Gelegenheitsspieler mit dem Acer S7 nicht zu kurz.

Den Kaltstart schafft das S7 in rund acht Sekunden. Das allerdings nur, wenn in den Energieoptionen der sogenannten (hybride) Schnellstartmodus aktiviert ist. Wählt man diese Option ab, dauert der Kaltstart ca. 18 Sekunden. Das Aufwachen aus dem Energiesparmodus S3 (Suspend to RAM) geschieht praktisch instant. S3 wird standardmäßig genutzt, wenn man etwa den Deckel des Ultrabooks zuklappt.

Die Akku des Acer Aspire S7 hat mit 35 Wh nur eine recht geringe Kapazität, was sich in schwachen Akkulaufzeiten von nur etwa vier Stunden im Normalbetrieb mit Office-Anwendungen und Surfen über WLAN bei 50 % Bildschirmhelligkeit niederschlägt. Die Wiedergabe eines Full HD Videos bei gleicher Helligkeit und mit Ton macht das S7 knappe drei Stunden mit, bevor es an die Steckdose muss.

Schnittstellen

Auf der rechten Seite befindet sich von hinten nach vorne gesehen der Anschluss für das Netzteil, der micro HDMI Port, die 3,5 mm Klinkenbuchse für analoges Audio sowie der Einschaltknopf, den wir häufiger versehentlich betätigt haben, als wir das Ultrabook unterwegs auf dem Schoß hatten.

Acer_S7_Anschluesse

Links sind die beiden USB 3.0 Ports sowie der Slot für SD/SDHC/SDXC-Speicherkarten untergebracht. Über die mitgelieferten Adapter können Wiedergabegeräte mit VGA-Schnittstelle wie ältere Beamer sowie Ethernet angeschlossen werden.

Drahtlos kann das Acer S7 über Bluetooth 4.0 und WLAN n Verbindung aufnehmen, wobei das WLAN - einen ensprechenden Router vorausgesetzt - erfreulicherweise auch im noch nicht so überlaufenen 5-GHz-Band funktioniert.

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Fazit

Acer setzt sich mit dem Aspire S7 (Shoplink) von seiner bisherigen Produktpalette ab und präsentiert ein rundum gelungenes Ultrabook für einen noch vertretbaren Preis. Dank hochwertiger Materialien und der ausgezeichneten Verarbeitung ist das S7 ein echter Hingucker. Da es außergewöhnlich dünn und sehr leicht ist, hat es uns viel Spaß gemacht, unterwegs mit dem Ultrabook zu arbeiten. Der Lieferumfang mit den beiden Adaptern, der Tasche und der Bluetooth-Maus ist vorbildlich, lediglich einen (sehr günstig erhältlichen) weiteren Adapter von micro HDMI auf standard HDMI haben wir vermisst. Ein weiteres Highlight ist trotz nicht ganz optimaler Ausleuchtung und unvermeidlicher Spiegelungen das hervorragende Display. Hauptkritikpunkte sind die geringe Akkulaufzeit und die etwas eigenwillig gestaltete Tastatur mit verbesserungswürdiger Beleuchtung. Das vorinstallierte Windows 8 Pro läuft dank der potenten Technik angenehm öflüssig und lässt sich mittels Touchscreen nach kurzer Eingewöhnungphase intuitiv bedienen. Acer hat hier bewiesen, dass es durchaus in der Lage ist, hochwertige Ultrabooks zu bauen. Weiter so, Acer.

Wir bedanken uns herzlich bei Notebooksbilliger.de für die Stellung des Testgerätes.

Gesamtwertung: 8,5/10

Preis/Leistung  : 7/10

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