Ultrabook Convertibles: Tablet und Notebook vereint

Tablets und herkömmliche Notebooks und Ultrabooks haben jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile. Tablets sind dünn, leicht und lassen sich dank ihrer Touchscreens und der dafür angepassten Betriebssysteme wie Android, iOS und Windows 8 intuitiv mit den Fingern bedienen. Herkömmliche Notebooks und Ultrabooks eignen sich wegen ihrer physischen Tastaturen eher für den Produktiveinsatz und bringen in der Regel deutlich mehr Anschlüsse und Treiber für verbreitete Peripheriegeräte wie z.B. Drucker, Bildschirme, Gamepads oder Grafiktabletts mit. Da sie meistens auf Microsoft Windows basieren, gibt es für Note- und Ultrabooks zudem für wirklich jeden Bedarf eine riesige, über Jahrzehnte gewachsene Auswahl an Software. In diesem Artikel werden die verschiedenen Bauformen und Konzepte von Ultrabook Convertibles näher vorgestellt. Foto: Sony
Programme für den professionellen Einsatz wie etwa Adobe Photoshop sind für Tablets – wenn überhaupt – nur in stark abgespeckter Form erhältlich, was den Einsatz im professionellen Umfeld ausschließt. Auch bei der reinen Rechenleistung bleiben PC-basierte System jedem Tablet mit ARM-Prozessor nach wie vor überlegen. Tablets hingegen haben einen hohen Coolness-Faktor, sind auch wegen ihrer im Vergleich deutlich längeren Akkulaufzeiten hochgradig mobil und oft mit Sensoren wie GPS ausgestattet, die beispielsweise den Einsatz als Navigationsgerät erlauben.
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Ultrabook Convertibles sind Hybriden, in denen sich die Vorteile beider Geräteklassen vereinigen sollen. Eindeutiges Kennzeichen jedes Convertibles ist eine Konstruktion, die es erlaubt, es entweder als herkömmliches Ultrabook mit physischer Tastatur und Maus bzw. Touchpad oder als Tablet über einen Touchscreen zu benutzen. Immer mehr Verbraucher erkennen die Vorteile des hybriden Konzeptes, weshalb Convertibles sich in den letzten Monaten stark wachsender Beliebtheit erfreuen.
Die Ingenieure der großen Computerhersteller sind bei der Umsetzung des Convertible Konzeptes sehr kreativ und haben sich schon jetzt diverse verschiedene Bauformen ausgedacht, die wir in diesem Artikel vorstellen wollen.
Vertikales Drehen des Displays im Rahmen

Bei diesem Ansatz ist das Display rechts und links auf halber Höhe des Rahmens mit einem Drehgelenk versehen, sodass es im Rahmen vertikal um 180° gedreht werden kann und dann einrastet. Will man das Convertible als Tablet nutzen, dreht man den Bildschirm um und klappt ihn dann mit Rahmen auf die Tastatur. Der Winkel des Displays zur Tastatur kann nach Wunsch angepasst werden. Wenn man das Tablet auf einem Tisch oder auf dem Schoß platzieren will, kann man den Rahmen nur leicht anheben und in einen geringen Winkel zur Tastatur bringen, sodass sich eine ergonomische, leicht schräge Tabletoberfläche ergibt. Dieses Konzept findet man bisher nur beim Dell XPS 12. Foto: Dell
Slider
Convertible Slider ergeben in geschlossenem Zustand ein Tablet, dessen Bildschirm sich nach hinten/oben wegschieben lässt und so die Tastatur freigibt. Dabei wird das Display hinter dem Keyboard aufgestellt. Vorteil dieser Methode ist die sehr schnelle Verwandlung in die gerade gewünschte Form mit nur einem Handgriff. Nachteile können sich dadurch ergeben, dass der Aufstellwinkel des Displays oft nicht variabel ist. Anfang Dezember 2012 sind mit dem Sony Vaio Duo 11 und dem Toshiba Satellite U920t zwei Ultrabook Slider auf dem deutschen Markt verfügbar, während das MSI S20 bisher nur angekündigt wurde.
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Vertikales Umklappen des Bildschirms um 360°

Einen anderen Weg beschreitet das Lenovo Yoga 13: Hier ist das Scharnier des Displays so ausgelegt, dass es sich um 360° umklappen lässt. Danach dreht man das Ultrabook um und hat ein Tablet in der Hand, an dessen Unterseite sich Tastatur und Touchpad befinden, die natürlich automatisch deaktiviert werden. Das Lenovo Yoga 13 wurde eigentlich für den 26. Oktober 2012 angekündigt, ist Anfang Dezember 2012 aber immer noch nicht verfügbar. Bei der kleineren Variante Lenovo Yoga 11 mit ARM-Prozessor, Windows RT und 11,6-Zoll-Bildschirm handelt es sich nicht um ein Ultrabook. Foto: Lenovo
Horizontales Drehen des Displays

Bei dieser Umsetzung ist der Bildschirm nur mit einem Scharnier am restlichen Gehäuse befestigt, das sich in der Mitte über der Tastatur befindet. Das ermöglicht ein horizontales Drehen des Displays in beliebige Winkel. Für die Nutzung als Tablet wird das Display um 180° nach hinten gedreht und auf die Tastatur geklappt. Die ganze Konstruktion wirkt ein wenig fragil, ermöglicht dafür aber weitgehende Flexibilität, da der Winkel des Bildschirms horizontal und vertikal frei gewählt werden kann. Ein Beispiel für diesen Ansatz ist das Lenovo ThinkPad Twist. Foto: Lenovo
Abnehmbarer Bildschirm
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Convertibles mit abnehmbarem Bildschirm ähneln Tablets wie dem erfolgreichen Asus Eee Pad Transformer (Prime). Der Vorteil dieses Konzeptes liegt auf der Hand: Bei der Benutzung als Tablet kann man sich des zusätzlichen Gewichts von Tastatur und Touchpad völlig entledigen. Steckt das Display in der Tastatureinheit, verfügt man über ein völlig normales Ultrabook, dass zum Transport zugeklappt werden kann. Dieses Prinzip kommt etwa beim Asus Transformer Book zum Einsatz.
Zwei Bildschirme

Das erste und bisher einzige Ultrabook Convertible mit zwei Bildschirmen ist das Asus Taichi. Die Displays befinden sich Rücken an Rücken im Deckel des Taichi und können sowohl identische (Spiegeln) wie auch unterschiedliche (erweiterter Desktop) Inhalte anzeigen, was neue Nutzungsmöglichkeiten für mehrere Personen gleichzeitig eröffnet und sich beispielsweise auch gut für Präsentationen eignet. Beim Taichi wird der äußere, berührungsempfindliche Bildschirm im Betrieb als herkömmliches Ultrabook abgeschaltet und wirkt so wie eine gläserne Deckeloberseite. Foto: Asus


